Ab wann braucht man genehmigung für zaun rheine
Technische anforderungen und genehmigungsgrenzen (bauo nrw)
die landesbauordnung nordrhein-westfalen (bauo nrw) definiert in § 62 (ehemals § 61) abs. 1 buchstabe h 'verfahrensfreie bauvorhaben', welche keine baugenehmigung erfordern. Demnach sind einfriedungen (zäune, mauern, hecken) in der regel verfahrensfrei, es sei denn:
für einfache zäune, die nicht an eine öffentliche straße grenzen und die genannten höhen nicht überschreiten, ist in der regel keine baugenehmigung erforderlich.
Die maximal zulässige höhe für solche verfahrensfreien zäune wird in vielen kommunalen satzungen auf 1,80 m bis 2,00 m festgelegt. überschreitet ihr geplanter zaun diese maße, ist eine genehmigung in rheine erforderlich. Für die gründung von zaunpfosten ist, auch wenn statisch oft geringfügig, die frosttiefe von mindestens 80 cm in deutschland zu beachten, um ein hochfrieren zu vermeiden.
Dies ist zwar nicht direkt aus din 18300 (vob/c erdarbeiten), abschnitt 3.2.1 (aushubtiefe) für fundamente abzuleiten, jedoch eine gängige baupraxis zur sicherstellung der dauerhaftigkeit und standsicherheit. Spezifische statische nachweise nach eurocode 7 (din en 1997-1) sind für einfache, niedrigere zäune meist nicht erforderlich, es sei denn, es handelt sich um hohe lärmschutzwände oder andere windlastanfällige konstruktionen.
Gängige fundamenttypen für zäune und deren merkmale
auch wenn für einfache zäune keine tiefgreifenden statischen berechnungen nötig sind, ist eine fachgerechte gründung für die langlebigkeit entscheidend.
Hier sind gängige lösungen:
| fundamenttyp | mindesttiefe (deutschland, frosttiefe) | material | kostenschätzung pro pfosten (nur material/eigenleistung) |
|---|---|---|---|
| punktfundament (beton) | 80 cm | beton c20/25 | ca. 30 - 50 € |
| hülsenanker (einbetoniert) | 80 cm | beton c20/25, stahlhülse verzinkt | ca.
40 - 70 € |
| einschlaghülse (erdanker) | 60 cm (begrenzte anwendung, keine frostsicherheit) | stahl verzinkt | ca. 10 - 20 € |
| streifenfundament (für massive zäune/mauern) | 80 cm | beton c20/25, bewehrung nach statik | höher (variabel nach dimension) |
Häufige fehler beim zaunbau
- nichtbeachten lokaler bebauungspläne und gestaltungssatzungen: dies führt häufig zu rückbauaufforderungen, wenn beispielsweise höhen, materialien oder farben nicht den vorgaben entsprechen.
- unzureichende gründung: eine zu geringe fundamenttiefe (z.B.
< 80 cm) führt zu frostschäden und einem kippen der zaunpfosten über die jahre. Ebenso kann eine mangelnde berücksichtigung der bodenbeschaffenheit (z.B. Weicher, bindiger boden) zu einer unzureichenden verankerung und instabilität führen.
- missachtung von abstandsflächen: obwohl zäune oft von den abstandsflächenregelungen ausgenommen sind, können höhere oder massivere einfriedungen (z.B.
Mauern über 1,50 m) dennoch abstandsflächen auslösen und müssen bestimmte grenzabstände einhalten.
- mangelnde drainage: bei zaunpfosten in schwerem, wasserundurchlässigem lehmboden kann sich wasser stauen und im winter zu frostschäden am beton oder pfosten führen. Eine drainage mit kies im fundamentbereich kann hier abhilfe schaffen.