Feuerstelle bauen ohne baugenehmigung minden
Einleitung: ihre feuerstelle in minden - ein traum wird wirklichkeit?
möchten sie eine feuerstelle bauen, ohne eine genehmigung zu benötigen, und fragen sich, welche fundamente bei den spezifischen bodenverhältnissen in minden notwendig sind? Als zugelassener baustatiker nach § 63 bauo nrw berate ich sie hierzu.
Technische anforderungen (din 18300, bauo nrw, eurocode 7)
die errichtung einer stabilen und sicheren feuerstelle erfordert die berücksichtigung von bauphysikalischen und geotechnischen anforderungen. Die din 18300 "erdarbeiten (vob/c)" regelt die ausführung von erdarbeiten, die für fundamente relevant sind. Für die bemessung von fundamenten im allgemeinen ist der eurocode 7 (din en 1997-1) maßgeblich.
Die bauordnung für das land nordrhein-westfalen (bauo nrw) gibt rahmenbedingungen für bauliche anlagen vor. Für eine feuerstelle, die als "kleine anlage" eingestuft werden könnte, sind die anforderungen an das fundament primär von der bodenbeschaffenheit und den örtlichen frostperioden abhängig. Eine typische feuerstelle mit einem durchmesser von bis zu 1,50 m und einer höhe von bis zu 0,80 m kann unter umständen als verfahrensfrei gelten, sofern sie den allgemeinen technischen regeln entspricht und keine gefahren oder unzumittbaren belästigungen verursacht.
Schritt-für-schritt anleitung zum bau einer feuerstelle
Schritt 1: prüfung der örtlichen vorschriften
informieren sie sich über die geltenden bestimmungen der stadt minden.
Prüfen sie, ob eine baugenehmigung erforderlich ist oder die feuerstelle als verfahrensfrei gilt. Ein blick in den flächennutzungsplan und eventuelle bebauungspläne ist hierbei unerlässlich, um z.B. Abstandsflächen zu nachbarn oder schutzgebiete zu identifizieren.
Schritt 2: bodenbeschaffenheit ermitteln
führen sie eine einfache bodenprobe durch: graben sie etwa 60 cm tief.Beschreiben sie den boden: ist er sandig, lehmig oder steinig? Bei klebrigem, plastischem material, das sich leicht verformen lässt und bei trockenheit risse bildet, handelt es sich um lehmboden. Dies ist entscheidend für die wahl des fundaments.
Schritt 3: fundamentauswahl und -tiefe festlegen
bei bindigen böden wie lehm in nordrhein-westfalen sollte die fundamenttiefe mindestens 80 cm betragen, um frosthebungen zu vermeiden (gemäß din 18300 und den allgemeinen technischen regeln für fundamente).Bei nicht bindigen böden (sand, kies) kann eine geringere tiefe von ca. 40-60 cm ausreichen, sofern der boden ausreichend tragfähig ist.
Schritt 4: bauausführung
heben sie die grube gemäß den ermittelten maßen aus. Verdichten sie den untergrund gegebenenfalls. Füllen sie die grube mit dem gewählten fundamentmaterial (z.B. Frostbeständiger beton nach din en 1992-1-1 oder verdichteter schotter bei sehr geringen anforderungen).Achten sie auf eine sorgfältige verdichtung.