Wie hoch darf terrasse sein witten

Fundamenttypen und kostenschätzungen

die wahl des richtigen fundaments hängt maßgeblich von der bodenbeschaffenheit ab. Hier eine beispielhafte übersicht:
übersicht fundamenttypen für terrassen (beispiele)
fundamenttyp mindesttiefe (bei geeignetem baugrund) material (beispiele) kostenschätzung (pro m²)
beton-punktfundamente mindestens 60 cm (frosttiefe beachten) beton c16/20, stahlbewehrung € 50 - € 100
streifenfundamente mindestens 80 cm (bei schwierigen böden wie lehm) beton c16/20, stahlbewehrung € 80 - € 150
schotter-/splittbett (für ebene flächen ohne überdachung) mindestens 20-30 cm schotterlage verschiedene körnungen, geotextil € 30 - € 70
gehwegplatten auf stelzlagern kein tiefes fundament nötig, ebener untergrund ausreichend stelzlager, plattenmaterial (beton, stein, holz) € 60 - € 120
kostenschätzungen sind richtwerte und können je nach region, materialwahl und bauausführung erheblich variieren.

Häufige fehlerquellen bei terrassenbau

bei der errichtung von terrassen treten immer wieder ähnliche fehler auf, die zu bauschäden oder sogar zur ablehnung von bauanträgen führen können:
  • fehlende drainage bei hohem grundwasser: wasseransammlungen unter der terrasse können zu frostschäden und setzungen führen.
  • unzureichende frosttiefe bei fundamenten: insbesondere bei betonfundamenten kann ein unterschreiten der frosttiefe zu hebungen im winter führen.
  • ignorieren des bodengutachtens: ein bauherr in einer nachbargemeinde erhielt eine ablehnung seines bauantrags, da die tragfähigkeit des bodens (lehm) für die geplante überdachung nicht ausreichend dokumentiert war.

    Ein bodengutachten ist hier essenziell.

  • fehlende abdichtung gegen das gebäude: ein direkter anschluss ohne adäquate abdichtung kann zu feuchtigkeitsschäden am wohnhaus führen.

Schritt-für-schritt: planung und bau ihrer terrasse

  1. Schritt 1: informationsbeschaffung und planung

    kontaktieren sie das bauordnungsamt der stadt witten.

    Erkundigen sie sich nach der maximal erlaubten höhe und größe ihrer geplanten terrasse. Holen sie den aktuellen flächennutzungsplan ein und prüfen sie, ob ihre planung mit den dortigen festsetzungen (z.B. Bebauungspläne, abstandsflächen) vereinbar ist. Beachten sie § 3 bauo nrw bezüglich der baugenehmigungsfreiheit.

  2. Schritt 2: bodengutachten erstellen lassen

    bei größeren oder überdachten terrassen, insbesondere auf schwierigen böden (z.B. Lehm, torf), ist ein bodengutachten unerlässlich. Ein geotechniker ermittelt die tragfähigkeit und andere relevante eigenschaften des untergrunds. Dies ist entscheidend für die dimensionierung der fundamente gemäß din en 1997-1.

  3. Schritt 3: fundamentauswahl und -ausführung

    basierend auf dem bodengutachten und der geplanten nutzung (z.B. Mit oder ohne überdachung) wählen sie den geeigneten fundamenttyp. Achten sie auf die einhaltung der frosttiefe (in nrw in der regel mindestens 80 cm für fundamente, die frostgefährdete bauteile tragen) und die vorschriften der din 18300 für erdarbeiten.

    wie hoch darf terrasse sein witten

    Bei lehmboden sind tiefere fundamente oft erforderlich, um setzungen zu vermeiden.

  4. Schritt 4: bauausführung und dokumentation

    führen sie die arbeiten gemäß den planungsvorgaben und geltenden normen aus. Dokumentieren sie den baufortschritt, insbesondere die ausführung der fundamente und der abdichtung gegen das wohngebäude, mit fotos und skizzen. Dies kann für die nachträgliche genehmigung oder bei gewährleistungsfragen hilfreich sein.

  5. Schritt 5: abnahme und einmessung (falls erforderlich)

    je nach umfang und örtlichen vorschriften kann eine abnahme durch das bauamt notwendig sein. Bei grenzbebauungen oder wenn die terrasse eine bestimmte größe überschreitet, kann eine einmessung durch einen öffentlich bestellten vermessungsingenieur erforderlich sein.